DAS ÜBERSETZEN UND FALSCHE VORSTELLUNGEN

Bei unserem Beruf treffen die Übersetzer auf verschiedene Vorstellungen darüber, was Übersetzen eigentlich ist und wie sieht es überhaupt aus. Deshalb haben wir uns in der Übersetzungsagentur Alkemist entschieden einige davon zusammenzufassen um mit ihnen endgültig abzurechnen:

 

1. DAS ÜBERSETZEN IST LEDIGLICH EIN AUSTAUSCH DER WÖRTER

Viele sind der Meinung, dass Übersetzen nur ein Austausch von Wörtern unter verschiedenen Sprachen ist. Also, das Gesamtbild des Übersetzungsberufes ist in Wirklichkeit schon etwas größer. Der Übersetzungsprozess umfasst auch Textverarbeitung, Kontrolle, Übertragung von Bedeutung, Formatierung u.ä.

 

2. DIE ÜBERSETZER SIND IN DIE SPRACHE VERGUCKTE ALTMODISCHE MENSCHEN

Das stimmt nicht. Die Übersetzer lieben zwar die Sprache, aber das bedeutet noch nicht, dass wir den Kopf in Sand stecken. Wir begleiten das Weltgeschehen um uns und schöpfen Informationen daraus, die wir später bei unserer Arbeit einsetzen können. Wir beobachten die Entwicklung der Sprache und das Erscheinen von neuen Begriffen. Heute ist das Übersetzen eng mit der Technologie verbunden und das bedeutet auch, dass uns die Neuheiten aus diesem Gebiet nicht fremd sind. Die Wörterbücher im Web, Übersetzungstools und Formatierungstools, Texteditors, Cloud-Lösungen und Terminologiedatenbanken sind zu einem wichtigen Element des Alltags eines Übersetzers geworden.

 

3. JEDER DER ZWEISPRACHIG IST KANN AUCH ÜBERSETZEN

Eine Fremdsprache zu beherrschen macht die Menschen noch nicht zu Übersetzern. Obwohl dieses bei der Laufbahn eines Übersetzers sicher hilft, muss der Übersetzer auch mit der Sprache leben, er muss entsprechende Prüfungen bestehen und notwendige Zertifikate erlangen. Wie anspruchsvoll das übersetzten ist bemerken Menschen erst dann, wenn sie versuchen etwas selbst zu übersetzen. Darum ist der Übersetzer lediglich auf bestimmte Gebiete der Übersetzung spezialisiert, die seinem Wissen und Interessen am meisten nahe kommen. Damit wird sichergestellt dass er seine Arbeit gut erledigt. Verschiedene Gebiete der Übersetzungen, wie z.b. Finanzen, Wirtschaft, Recht, Maschinenwesen, Marketing, Medizin u.ä. sind mit einer abwechslungsreichen Terminologie verbunden, die der Übersetzer ganz präzise übersetzen muss.

 

4. EIN DIALEKT IST FÜR ALLE GUT GENUG

Wussten Sie, dass es in der Welt 26 Varianten der spanischen Sprache gibt? Sind Sie immer noch der Meinung, dass sich die Sprache von Land zu Land nicht ändert? Obwohl Sie mit der Übersetzung in eine dieser Varianten der spanischen Sprache dafür sorgen, das Ihre Information vor einem sehr unterschiedlichen Publikum verstanden wird, wird es Ihnen erst mit einer zweckbestimmten Übersetzung gelingen, auch die verschiedenen kulturellen Referenzen und lokalen Besonderheiten einzubeziehen, um somit eine gute Verbindung mit dem Publikum aufzubauen.

 

5. INTERNET BIETET EINE KOSTENLOSE ANSTÄNDIGE ÜBERSETZUNG

Microsoft und Google haben auf jeden Fall sehr starke und verwendbare Übersetzer, aber oft lobpreisen wir die Fähigkeiten der beiden. Es stimmt schon, dass sie hilfreich beim Enthüllen von Bedeutungen und dem ungefähren Verständnis uns unbekannten Sprachen und bei der Übersetzung von einfachen Sätzen sind. Aber diese beiden Übersetzer sind noch nicht so fortgeschritten, dass sie komplexe Inhalte ohne menschlichen Eingriff übersetzen könnten. Wie wir schon festgestellt haben ist Übersetzung keine Änderung der Wörter aus der Sprache A in die Sprache B, sondern bringt auch einen kulturellen Kontext mit sich, welchen die beiden Internetübersetzer nicht erkennen können.

 

6. SPRECHEN ETWA HEUTE NICHT SCHON ALLE ENGLISCH?

Das falsche Gefühl, welches in uns von dem Internet mit überwiegender Benutzung der englischen Sprache angesiedelt wurde, führt oft zu der Überzeugung, das heute schon überall auf der Welt Englisch gesprochen wird, darum ist der Beruf eines Übersetzers sowieso unnötig und veraltet. Ist es wirklich so?